SAMSTAG AKUT-Begutachtung: 

  • Bis Ende März bieten wir auch am Samstag Vormittag Termine zur Begutachtung akut erkrankter Kinder an.
  • Die Terminvereinbarung kann ausschließlich ONLINE erfolgen!
  • Das Telefon ist nicht besetzt, e-Mails können am Samstag Vormittag nicht beantwortet werden!

 

AKUT-Termine:

  • Bitte in den frühen Vormittagsstunden des jeweiligen Ordinationstages einen Termin vereinbaren. Wir weisen höflich auf die unkomplizierte ONLINE Terminvereinbarung hin – auch für Vertretungspatienten! Hier können Sie mögliche Wartezeiten aufgrund vieler Anrufe umgehen. Auch außerhalb der Telefonzeiten ist so eine Terminvereinbarung möglich.
  • An einzelnen Tagen kann es vorkommen, dass nicht für jedes Kind ein Akut-Termin zur Verfügung gestellt werden kann. An solchen Tagen werden dann bevorzugt Säuglinge als besonders vulnerable Patientengruppe begutachtet.
  • Bei freien Kapazitäten können auch Vertretungspatienten bei akuten Erkrankungen kurzfristig einen Termin bekommen.
  • Bitte beachten Sie, dass AKUT-Termine ausschließlich für denselben Ordinationstag vergeben werden können!

Beikost beim Baby: Ein Leitfaden für Eltern (nach aktuellen Empfehlungen in Deutschland & Österreich)

Die Einführung von Beikost ist ein wichtiger Meilenstein im ersten Lebensjahr Ihres Kindes. Sie markiert den Übergang von Muttermilch oder Säuglingsnahrung hin zu fester Nahrung und legt den Grundstein für ein gesundes Essverhalten.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wann der richtige Zeitpunkt ist, welche Lebensmittel geeignet sind und welche Empfehlungen zu Allergieprävention und Vitamin-Supplementen aktuell in Deutschland und Österreich gelten.

Was bedeutet Beikost?

Beikost bezeichnet die Einführung fester Nahrung zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Sie beginnt meist zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat und begleitet den Übergang zur Familienkost.

Wichtig: Muttermilch oder Pre-Nahrung bleiben im gesamten ersten Lebensjahr eine wichtige Nährstoffquelle.

Wann sollte man mit Beikost beginnen?

  • Nicht vor dem 5. Monat (17. Woche)
  • Spätestens bis zum 7. Monat beginnen
  • Der richtige Zeitpunkt richtet sich nach der Entwicklung des Kindes

Reifezeichen für Beikost

  • Kopf kann stabil gehalten werden
  • Interesse am Essen der Eltern
  • Zungenstoßreflex lässt nach
  • Nahrung wird nicht mehr automatisch herausgeschoben

Der klassische Beikostaufbau – Schritt für Schritt

1. Gemüse-Kartoffel-Fleisch- oder Fischbrei

Ideal als erste Mahlzeit – liefert Eisen und Zink.

2. Milch-Getreide-Brei

Liefert Calcium und Energie.

3. Getreide-Obst-Brei

Liefert Vitamin C und Ballaststoffe.

4. Übergang zur Familienkost (ab ca. 8.–10. Monat)

  • weich gekochte Stücke
  • wenig Salz
  • keine stark gewürzten Speisen

Wichtige Nährstoffe im ersten Lebensjahr

Eisen

Die Eisenspeicher sind ab etwa dem 6. Monat erschöpft. Eisen ist wichtig für die Gehirnentwicklung.

Gute Quellen: Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Hafer.
Die Kombination mit Vitamin C verbessert die Aufnahme.

Jod

Wichtig für Schilddrüse und Wachstum. Enthalten in Fisch und jodiertem Salz (indirekt über Familienkost).

Omega-3-Fettsäuren (DHA)

Wichtig für Gehirn und Sehkraft. Quellen sind fettreicher Seefisch, Muttermilch und Säuglingsnahrung.

Vitamin- und Nährstoffsupplemente im 1. Lebensjahr

Vitamin D – für alle Säuglinge

  • 400–500 IE täglich
  • ab Geburt bis Ende des 1. Lebensjahres

Wichtig für Knochenaufbau und Immunsystem.

Fluorid – Zahngesundheit

Deutschland: häufig Vitamin D + Fluorid Tabletten im 1. Jahr oder fluoridhaltige Zahnpasta ab dem ersten Zahn.

Österreich: Fokus auf fluoridhaltige Zahnpasta statt Tabletten.

Omega-3 (DHA)

Zusätzliche Supplemente meist nicht nötig, wenn gestillt wird oder DHA-angereicherte Säuglingsnahrung verwendet wird.

Eisen

Keine routinemäßige Supplementation. Nur bei Risiko oder nachgewiesenem Mangel.

Vitamin B12

Bei vegetarischer oder veganer Ernährung ist eine ärztlich begleitete Supplementation notwendig.

Allergieprävention – aktuelle Empfehlungen

  • Beikost nicht verzögern
  • Vielfältige Ernährung im ersten Jahr
  • Allergene früh und altersgerecht einführen

Beispiele: gut durcherhitztes Ei, Fisch, Erdnussmus in geeigneter Form.

Baby-Led Weaning (BLW)

Beim BLW isst das Baby von Anfang an selbst weiche Stücke statt Brei.

Vorteile

  • Förderung der Selbstständigkeit
  • Gemeinsame Mahlzeiten
  • Entwicklung der Kaumotorik

Sicherheit

  • Keine ganzen Nüsse
  • Keine harten, runden Lebensmittel
  • Immer unter Aufsicht essen lassen

Welche Lebensmittel sollten Babys nicht bekommen?

  • Honig (Botulismusrisiko)
  • ganze Nüsse (Erstickungsgefahr), hier auch bei größeren Kindern aufpassen
  • gesalzene oder gezuckerte Speisen
  • rohe tierische Produkte

Fazit: Beikost ist ein individueller Entwicklungsprozess

Der Start in die Beikost ist ein wichtiger Schritt – aber kein Wettlauf. Mit einer ausgewogenen Ernährung, altersgerechter Einführung von Lebensmitteln und den empfohlenen Vitamin-Supplementen schaffen Eltern die beste Grundlage für gesundes Wachstum.